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Belastungen und Beschwerden

Rückenleiden stehen an der Spitze der Krankenstandsstatistiken.
Durch ständiges und meist noch falsches Sitzen wird die Wirbelsäule sehr stark beansprucht. Auch psychosoziale Belastungen im Beruf verursachen Rückenschmerzen. Die beste Vorbeugung ist eine Arbeitsgestaltung die körperlich und geistig "bewegliches" Arbeiten fördert.
Ansatzpunkte für die Prävention liegen in arbeitsorganisatorischen, ergonomischen, verhaltensorientierten und betriebsklimatischen Veränderungen.

Die meisten krankheitsbedingten Fehltage verursachen Muskel- und    Skeletterkrankungen, da die Betroffenen meist relativ lang ausfallen. Während der Krankenstand in allen Branchen sinkt, steigen die Fehlzeiten aufgrund dieser Krankheiten sogar noch weiter an.

Belastungsfaktor Sitzen:
An Bildschirmarbeitsplätzen wird 80 bis 85 Prozent der täglichen Arbeitszeit gesessen. Sitzen beansprucht die Wirbelsäule und die Rückenmuskulatur stärker als Stehen oder Gehen.
Beim Stehen ist die Bandscheibe der Lendenwirbelsäule einem Druck von 100 Prozent ausgesetzt, beim geraden Sitzen steigert sich das auf 140 Prozent, beim Sitzen in vorgebeugter Haltung sogar auf 190 Prozent.

Bild: Druck auf die Bandscheiben bei verschiedenen Haltungen (Quelle: AOK, Fit im Büro).

Folgen der Vielsitzerei:
Durch ständiges Sitzen erschlafft die Rumpfmuskulatur. Erst recht beansprucht die nach vorne gebeugte Haltung übermäßig Bänder und Bandscheiben. Die Muskeln bilden sich dabei zurück, bis sie ihre natürliche Stützfunktion für die Wirbelsäule nicht mehr erfüllen können.

Bild: Teil der Wirbelsäule - 2 Wirbel mit Zwischenwirbelscheibe ("Bandscheibe"). Diese ist dehnbar und verformbar, unterliegt aber auch dem Verschleiß.  (Bildquelle: Sitzen im Büro, Hg.: Grahl GmbH, Steyerberg)

Die Einführung von Bildschirmarbeit hat das Sitzen ausgedehnt. Der Computer übernimmt Funktionen, für die man sich früher selbst noch in Bewegung setzen mußte: ein zweimaliger Mausklick ersetzt bspw. den Gang zum Regal, um einen Ordner zu suchen. Der starre Blick auf den Computer löst Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich aus. Verstärkend wirken sich noch eingenommene Zwangshaltungen in Folge ergonomischer Defizite aus.

Bild: Bei chronischen Verspannungen schmerzen vor allem die Ansatzpunkte (1) der Muskeln und Sehnen des Rückens. (Quelle: Stiftung Warentest, Gesunder Rücken, Berlin 1996)

Gesundheitsstörungen die auftreten können:
Ständiges Sitzen und dabei eingenommene Zwangshaltungen schaden der Wirbelsäule und können Rückenschmerzen, aber auch chronische Wirbelsäulenerkrankungen hervorrufen. Sie behindern Atmung, Blutzirkulation sowie Verdauung, und sie ermüden. Weitere mögliche Folgen sind: Durchblutungsstörungen, Verdauungsprobleme, Kopf- Nacken und Schulterschmerzen sowie Beschwerden in der Hand.

Arbeitsmediziner empfehlen deshalb, daß mindestens ein Viertel der täglichen Arbeitszeit in Bewegung verbracht werden sollte. Das Sitzen sei dagegen auf  50 Prozent der Arbeitszeit zu begrenzen.
 

Christian Senghaas ... Praxis für Ergotherapie ... Nagolder Str. 23 (Ärztehaus) ... 72119 Ammerbuch-Pfäffingen ...Telefon: 07073 / 915146
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